The best way to reach the moon

Hinter uns liegt eine gechillte Woche auf den Gili’s. Einst, vor Jahrzehnten, die Entdeckung und der Geheimtipp der Backpacker, hat sich die Insel mittlerweile leider negativ in Richtung Pauschaltourismus a la TUI-Reisekatalog entwickelt. Dennoch, den Spirit der guten alten Zeit kann man gelegentlich noch spüren. Dann zum Beispiel, wenn Dir jemand an einer Straßenecke Magic Mushrooms anbietet. Oder wenn der Hausherr lächelnd das Frühstück mit einem Joint im Mundwinkel serviert. Es ist schon irre surreal: da steht der Muezin auf den Zinnen seiner Moschee und hält eine flammende Predigt – und wird dabei von Bob Marley aus den Lautsprechern der Strandbars übertönt.
Wir haben einen paradiesischen Flecken gefunden, der noch nicht ganz zugebaut war – da kann es schon mal vorkommen, dass eine Kuherde den Hausstrand besetzt und eine ganze Reihe ansehnlicher Souvenirs hinterlässt…

Wir vertreiben uns die Zeit mit lesen, schnorcheln und Nichtstun. Für die vielen Strandverkäufer sind wir Freiwild. Ehrlich, wir kaufen NIE Souvenirs! Aber wenn der geduldige Verkäufer zum fünften Mal aufkreuzt, erwischt er irgendwann einen schwachen Moment – und so ist Lena zu einer echten Perlenkette gekommen.

Das erste Mal seit 8 Monaten sind wir wirklich faul. Keine Besichtigungstouren, keine Ortswechsel, keine Abenteuer. Lena ist entspannt wie lange nicht, Bernd langweilt sich schon nach kurzer Zeit und schmiedet daher lieber Businesspläne.
Schweren Herzens verlassen wir die Gilis in Richtung Lombok und Bali. Bernd sinniert noch immer darüber, ob ein Magic-Mushroom-Shake wirklich der beste Weg zum Mond gewesen wäre. Hätte man vielleicht doch probieren sollen, verdammt!

Ein Souvenir, dass wir nicht unbedingt haben wollten: Skorpion in Lenas Rucksack

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