Roadtripin‘ 101

Fahren, einkaufen, fahren, Fotostop, fahren, auf dem McDonalds Parkplatz rumstehen und kostenlos Internet schnorren, fahren, Schlafplatz suchen… Der Highway 101 ist ganz schön lang und wir haben jetzt 5 Tage gebraucht bis wir in der Stadt von peace, love and happiness (San Francisco) angekommen sind. Das Unterhaltungsprogramm zwischendurch kann sich jedoch sehen lassen: Einsamen Wal vor der Küste Kaliforniens gesichtet, den schönsten Sonnenuntergang am Pazifik direkt vom Zelt aus gehabt, durch die großen Redwood-Bäume gefahren und die riesigen Dünen an der Oregon-Coast gesehen.

Kennt wer noch den Schlager „Mendosino, Mendosino ich fahre jeden Tag nach Mendosino?“ Auch das haben wir gemacht, aber nach 10 Minuten hat man das – durchaus hübsche – Örtchen gesehen, jeden Tag muss man da echt nicht hin. Und an jeder Tür haben wir auch nicht angeklopft…

In einem kleinen Örtchen haben drei Mädchen an der Straße einen „Car wash“ angepriesen. Also U-turn und zurück, denn der Mietwagen hat nach über 4.000 Meilen die Farbe von Weiss nach grau-braun gewechselt. Die Schulklasse spart für einen Italientrip und so gab es für unseren Wagen, der voll von Fliegen, Staub, Meeresgischt und sonstigem Schmodder befallen war, eine Rundumsauber-Aktion vom Feinsten. Natürlich gibt man da gern ein paar Dollar… Sogar der Sheriff lies sein Auto waschen und hat für kurze Zeit vergessen, dass er eigentlich den bewaffneten Mörder fassen sollte, der sich in dieser Gegend derzeit auf der Flucht befindet (so zumindest der Steckbrief, der überall aushängt).

Und dann stehen wir wieder auf dem McDoof Parkplatz und haben vieeeeeel Zeit mit skypen, bloggen und Homepagepflege verbummelt. Dabei ganz vergessen, das Licht auszuschalten… Diese verdammte amerikanische Schrottkarre bimmelt bei jeder offenen Tür, wenn der Schlüssel steckt, wenn die Zündung angeht, wenn der Airbag sich lädt…also immer…aber nicht wenn man das Licht anlässt. Also Batterie leer, na toll, das bringt Stimmung. Aber die Amis sind jederzeit hilfsbereit und der positive Nebeneffekt war, dass das Englischvokabular um den Begriff „Jumper Cabel = Starthilfekabel“ erweitert werden konnte. Als wir dem Cowboy mit gefühltem 40m langen Wohnanhänger und dem ungefähr fünfmal so großen Auto klargemacht hatten, dass wir von ihm weder Sex noch Geld wollten, konnten wir dann auch alsbald weiterfahren. Nach Kalifornien haben wir’s an diesem Tag nicht mehr geschafft.

 

5 Gedanken zu „Roadtripin‘ 101

  1. lena und bernd, 08 Sep 2011:
    lieber opa, liebe roswitha wir wollten gar nicht so negativ mit kanada rüberkommen…uns hat das land und die leute sehr gut gefallen…allerdings waren wir nach vancouver wirklich mit größeren erwartungen gekommen! jetzt sind wir grad in las vegas!irre city…. herzliche grüße nach stuttgart

  2. Rosw. und Rud, 06 Sep 2011:
    Hallo ihr Beiden, Opa hat gleich angefangen zu singen bei „Mentecino…. Es freut uns, dass es euch doch überwiegend gut geht und wir freuen uns immer, wenn euer Kommentar nicht ganz so negativ ausfällt. Liebe Grüße Rud und Ros Bleibt gesund

  3. Petra, 05 Sep 2011:
    „It never rains in Southern California“, an diesen Song muss ich denken,wenn ich aus dem Fenster sehe und Euern Blog lese – but it often pisses in Oberschwaben und zwar wie aus buckets ! Ihr Glücklichen ! Machts gut – Mama

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