Reisen macht hungrig

Reisen macht hungrig – keine Frage. Wer sich mit dem Gedanken trägt, das Nationalgericht der Peruaner zu probieren („cui“ = Meerschweinchen), kann vielleicht von unserem Erfahrungsbericht profitieren: Zunächst einmal sieht das gegrillte Tierchen ganz lecker aus und erinnert von der Kruste und vom Duft her an Schweinshaxe oder Grillhähnchen. Wenn man den Kellner recht freundlich bittet, dann wird das stattliche Tier erst in zwei Hälften geteilt, nachdem die Touristenfotos auf dem Chip gespeichert sind. Die Spannung steigt, als sich die Gabel der Kauleiste nähert. Der erste Biss ist vielversprechend, schmeckt etwa wie Geflügel. Zwei, drei Gabeln später wird klar, es ist doch etwas exotischer… Die Haut ist kaum genießbar, weil zäh wie Leder. Tja und dann stochert man sich auf der Suche nach Fleisch durch die halbe Meersau und deren Innereien. Das wenige Fleisch, dass man wirklich essen will, ist überwiegend mit winzigen Knochen durchsetzt, die an Fischgräten erinnern. Die Beilagen reissen’s schließlich raus: gefüllte Chilli (sauscharf), Kartoffeln und Nudeln. Meerschweinchenbraten ist extrem fettig und deswegen beschwert sich der Magen lautstark grummelnd die ganze Nacht hindurch über dieses Experiment. Fazit: Muss man unbedingt mal probieren…


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4 Gedanken zu „Reisen macht hungrig

  1. Siegi, 13 Jan 2012:
    Also ich lieg grad am Boden. Das ist so herrlich. Bin ich froh, dass ich jetzt dann gleich meine geliebten Linsen mit Spätze bekomme. Manchmal tut Ihr mir richtig leid. Und was sagt uns das? Frauen sind halt doch gscheiter als Männer, gell Lena. Grüße aus Ravensburg Siegi

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