Nebenverdienst als Terrorist und Drogenkurier

Also paranoide Sicherheitsfanatiker sind sie schon unsere Freunde jenseits des großen Teichs. Da steh ich als harmloser Tourist fotografierend auf einer Straßenbrücke und werde plötzlich von der Polizei verhaftet. Der Typ vom Heimatschutz schubst mich unsanft auf die Motorhaube. Beine breit, Hände auf die Haube und abtasten… Dazu der volle Fragenkatalog aus dem Lehrbuch „Terroristen enttarnen leicht gemacht“! Der Officer erklärte mir mit ernster Miene, dass sich hier des öfteren Terroristen herumtreiben, um die Hafenanlagen als potentielles Anschlagsziel auszuspionieren (man liest beinahe wöchentlich in der Zeitung von in die Luft gesprengten amerikanischen Häfen – denke ich mir). Mehr amüsiert als frustriert verlasse ich die Szenerie. Zuvor muss ich allerdings versprechen, hier nie wieder aufzutauchen, sonst würde man mich einsperren. Die Bilder von den Hafenanlagen in Tacoma darf ich behalten und werde diese nun gegen Höchstgebot an interessierte Terroristenvereinigungen verkaufen.
An der Grenze zu Kanada knöpft man sich den Drogenschmuggler erneut vor, weil die harmlose Weltenbummlergeschichte wohl nicht zu meinem unrasierten Gesicht passt. Es folgt eine einstündige Kontrolle mit dem vollen Programm. Ich muss dilettantische Fragen beantworten wie z.B. „Sie sind Tourist? Nennen Sie mindestens drei Nationalparks in den USA!“. Nebenher nimmt man den ganzen Wagen und das Gepäck auseinander und lässt die Drogenspürhunde schnüffeln.
Und noch ein Survivaltipp zum Schluss: Niemals ohne Reisepass ein Postamt betreten! Denn bevor ich Preisinformationen über ein Paket in die Heimat einholen darf, werde ich samt Handgepäck durchleuchtet und meine Personalien werden überprüft. Der Aufwand der hier betrieben wird, erinnert an den Sicherheitsbereich in einem Flughafen. Kein Wunder, dass das Paket so teuer war…

6 Gedanken zu „Nebenverdienst als Terrorist und Drogenkurier

  1. Siegi, 16 Aug 2011:
    Also Bernd ich weiß dass das nicht unbedingt Vergnügungssteuer pflichtig ist, aber ich finds echt amüsant. Ist Dein Bart schon so gewachsen, dass Du als Achmed durchgehst :-)? Wie froh ich doch wieder bin, dass bei der Ausreise nach Österreich nur der alte Strohrumladen am Wegesrand steht und keiner mich fragt wieviel Plutonium ich denn einzuführen zu gedenke. In diesem Sinne: Nicht Ärgern nur wundern. Liebe Grüße

  2. Michi, 15 Aug 2011:
    Hey Hasi, es wird jetzt einfach Zeit dass Lena wieder auf dich aufpasst! Und mit Dame wirkst auch du seriöser 😉 Wünsche Euch ne geile Zeit und werde hier im Blog immer wieder nach Euch schauen! Liebe Grüße aus Weingarten, Michi

  3. Oli, 15. Aug 2011:
    Hasi, ich hab’s doch schon immer gewusst, dass Du ein „Schläfer“ bist! 🙂 Wünsch‘ Euch weiterhin viel Erfolg bei Eurem „Terror- und Drogen-Trip“ an der Westküste! God bless America! P.S.: Freu‘ mich jetzt schon auf Euren Bericht über die Ausreise von den USA nach Mexiko; könnte ein weiteres Highlight mit der Homeland Security werden… 🙂

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